Die Fraktionen im EU-Parlament

Wie in den meisten demokratischen Parlamenten gibt es auch im Europaparlament verschiedene Fraktionen. Diese folgen weitgehend dem Schema der Mitgliedsländer, vor allem was die größten Fraktionen betrifft. Wir wollen hier eine Übersicht geben.

Europäische Volkspartei

Diese Partei entspricht der CDU und anderen konservativen Volksparteien in den Mitgliedsländern und ist die größte Fraktion im EU-Parlament.

Progressive Allianz der Sozialdem
okraten im Europäischen Parlament

Der Name der Fraktion ist etwas umfangreicher als der Name der Partei, die auf dem Wahlzettel steht (Sozialdemokratische Partei Europas). Grund ist, dass auch Mitglieder in der Fraktion sind, die nicht der SPE angehören.

Europäische Konservative und Reforeu_parlamentmer

Hier versammeln sich Konservative, die nicht den Christdemokraten zugerechnet werden oder sich inhaltlich und programmatisch von diesen unterscheiden. Sie haben derzeit 74 Abgeordnete.

Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa

Natürlich sind auch die Liberalen im EU-Parlament vertreten und nehmen immerhin den vierten Platz ein, was die Zahl der Abgeordneten angeht.

Vereinte Europäische Linke/Nordische Grüne Linke und Die Grünen/Europäische Freie Allianz

Hierbei handelt es sich um zwei verschiedene Fraktionen, die unterschiedlicher nicht sein können. Bei ersteren handelt es sich vor allem um ein Bündnis aus Linken und Kommunisten, während letztere aus verschiedenen grünen Parteien hervorgegangen ist.

Europa der Freiheit und der direkten Demokratie

Dieser Fraktion gehört der EU-Kritiker Nigel Farage an: Es ist eine eher rechts, vor allem aber sehr populistisch ausgerichtete Fraktion.

Europa der Nationen und der Freiheit

Hinter dem harmlos klingenden Titel verbergen sich die europäischen Rechten, darunter die französische Politikerin Marie Le Pen. Auch die FPÖ aus Österreich hat hier Mitglieder und die italienische Liga Nord ebenso.

Um eine Fraktion zu bilden braucht es mindestens 25 Mitglieder die aus mindestens 7 Mitgliedsstaaten kommen müssen. Sie müssen auch eine einheitliche Weltanschauung haben. So können sich zum Beispiel die 18 fraktionslosen Abgeordneten nicht einfach zu einer Fraktion zusammenschließen, selbst wenn sie noch acht Mitglieder mehr hätten, um die Mindestanzahl zu erreichen.

ADD YOUR COMMENT